DRESDEN
Einnerungen an den Juli 2002

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Damals, im Sommer 2002:
hatte ich das grosse Glück,  4 Wochen vor der grossen Flutkatastrophe die Innenstadt von Dresden mit ihren kunstvollen Sehenswürdigkeiten, den historischen Bauten Schloss Pillnitz, die Semperoper und den Zwinger erleben zu dürfen. Kaum von der Deutschlandreise zurück, stand dies alles im Wasser, nebst  Brücken und Strassen und
ganzen Stadtteilen mit Wohnhäusern und Geschäften .

Die grosse Flutkatastrophe im Osten Deutschlands, die ganz besonders Dresden heimsuchte, machte mich nebst dem grossen Ausmass  menschlicher Tragödien zusätzlich betroffen, weil ich zuvor gesehen hatte, wie anfällig und empfindlich die im zweiten Weltkrieg vollständig in Schutt und Asche gelegten und während der Nachkriegszeit in jahrelanger mühseliger Aufbauarbeit wiederhergestellten Kunstbauten inbezug auf Feuchtigkeit waren. In der Semperoper z.B. ist Feuchtigkeit der Todfeind der Skulpturen und Wandstrukturen mit ihren auf Gips aufgemalten Marmor- und Holzimitationen. In einer Führung wurde geschildert, dass die Semperoper in dieser Weise nach dem zweiten Weltkrieg gemäss ihrer vorherigen, ursprünglichen Originalfassung wieder neu aufgebaut wurde. Die vielen wunderschönen Säulen bestehen also nicht aus echtem Marmor, sondern aus Beton und Gipsverkleidung und darauf wurden von Künstlerhand täuschend ähnliche Marmorstrukturen aufgemalt ("Trompe l'oeil" = Illusionsmalerei). Dasselbe gilt auch für die Skulpturen sowie für die als Marmor oder Holz imitierten Wandstrukturen in den Wandelhallen, wo alles auf Gipsunterlage aufgemalt wurde. 

Das Innere der Semperoper ist nicht nur anfällig für Feuchtigkeitsschäden, sondern auch für Schläge oder Berührungen (Besucher, Putzequipe usw.). Ein ganzes Team von Spezialisten ist permanent  damit beschäftigt, entstandene Schäden laufend zu beheben.

Nach der Flutkatastrophe:
wurden mit staatlicher Hilfe und dank enormen freiwilligen Anstrengungen und Spenden aus der Bevölkerung die vordringlichsten Schäden eiligst saniert und in erstaunlich kurzer Zeit konnte bereits die erste Vorstellung nach der Flut in der vollbesetzten Semperoper gefeiert werden.

Die Zerstörungen der Flutkatastrophe hatten sich aber auch auf andere Stadtteile von Dresden ausgedehnt. Seither wird fortlaufend auf der Webseite von Dresden über die weiteren aktuellen Massnahmen und Projekte berichtet:
http://www.dresden.de
 Oktober 2003, Trudi Kilchmann
tkilchmann@freesurf.ch